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Kapelle Maisbüsch:75 Jahre Kapelle zur "schmerzhaften Mutter Gottes"

Kapelle-Maisbüsch
Datum:
1. Mai 2026
Von:
Werner Zepp

Mitten im Wald auf Maisbüsch, in der Gemarkung Schalkenbach, steht die kleine Kapelle, die der Mutter Gottes geweiht ist. Sucht man einen Hinweis nach seinem Erbauer, so findet man in unmittelbarer Nähe seinen Grabstein mit einem Bild der Kapelle und eine Hinweistafel, auf der u. a. zu lesen ist: „Peter Hartung Erbauer der Kapelle „Maisbüsch“. Im Jahre 1948 begann er mit dem Bau der Kapelle. Bürger der Gemeinde Schalkenbach-Vinxt leisteten ihm Hilfe bei der Beschaffung des Baumaterials. Wasser lieferte ein Bombentrichter 50 Meter waldeinwärts. Ohne Bauzeichnung schuf Peter Hartung in 3 Jahren dieses Muttergottesheiligtum.“ Am 27. Mai 1951 fand die Einweihung durch Pfarrer Adalbert Heil (von 1943 – 1955 Pfarrer in Königsfeld) statt. In einer feierlichen Prozession zogen die Gläubigen von der Kapelle St. Johannes der Täufer in Schalkenbach zur neu errichteten Kapelle. Auf einem Gestell wurde eine Figur der Schmerzhaften Mutter Gottes von vier Schulmädchen im Alter von 14 und 15 Jahren getragen: Hedwig Ackermann (geb. Kasper), Luzia Nohles (geb. Beitzel), Anneliese Ockenfels (geb. Gasper) und Margarete Thelen (geb. Deckers). Während der feierlichen Andacht segnete Pfarrer Heil die Pietà und die Kapelle ein. In seiner Predigt dankte er mit herzlichen Worten Peter Hartung für den Bau der Kapelle, den er mit viel Liebe errichtet und gestaltet habe; dies zeige seine große Verehrung der Gottesmutter. Seit dieser Zeit zogen die Gläubigen bis in die späten 1960er Jahre jedes Jahr am 1. Mai und am 1. Sonntag im Oktober in einer Prozession zur Kapelle. Heute treffen sich die Marienverehrer direkt an der Kapelle zur Andacht. Von Anfang an war und ist die Kapelle zur „Schmerzhaften Mutter Gottes“ ein Ort der Stille und des Gebetes für viele Menschen aus nah und fern, ein wichtiger Rückzugsort, an dem sie Ruhe finden und Kraft schöpfen können. - und das inmitten der Natur. Viele Votivtafeln, Blumen und ständig brennende Kerzen geben Zeugnis, dass unzählige Menschen im Laufe der Jahrzehnte hier Trost und Hilfe in ihren persönlichen Anliegen gesucht und gefunden haben bei Maria als Trösterin, Fürsprecherin, Helferin, Schützerin, Heil der Kranken. Passend dazu der Satz, den Peter Hartung als Bitte mit kleinen Tuffsteinen in den Bogen der Kapelle eingefügt hat: „Drückt dich ein Weh, zur Mutter geh. Sag es ihr, so hilft sie dir.“ Freiwillige Helfer haben im Laufe der Jahrzehnte die Kapelle mehrmals umfassend renoviert. In jüngerer Zeit wurde die Außenanlage der Kapelle neugestaltet, 12 neue Bänke für den Außenbereich angefertigt und aufgestellt, neue Treppenstufen vom Parkplatz aus verlegt, einen Treppenhandlauf angebracht, ein Lesepult aus Schmiedeeisen angefertigt, den Innenbereich der Kapelle gestrichen. Für den Erhalt und die Pflege der kleinen Waldkapelle kümmern sich viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.